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Leipzig - Die sächsische Metropole

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Luftansicht von Leipzig

Leipzig schriftlich überlieferte Geschichte beginnt mit einem Todesfall am 20.12.1015. Doch die Siedlungsanfänge reichen sehr viel weiter zurück. Der Name Libzi ist dem altsorbischen lipa entlehnt und bedeutet etwa „Ort bei den Linden“. Im Gebiet um das heutige Leipzig siedelten sich Sorben an. Ins 10. Jahrhundert datiert die Besiedelung des Landes mit deutschen Bauern. Es wird geschätzt, dass sich die Bevölkerungszahl zwischen den Jahren 1100 und 1300 etwa Verzehnfachte. In unmittelbarer Nähe der Burg Libizi entwickelte sich bald eine Handwerker- und Kaufmannssiedlung. Zwar konnte das Leipziger Land keine Rohstoffe wie Salz oder Erz bieten, doch in unmittelbarer Nähe kreuzten die beiden wichtigsten Fernhandelsstraßen dieser Zeit. Eine West-Ost-Richtung bis nach Russland und einen aus Italien kommend bis an die Ostsee. In der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts sicherten sich die Burgherren Libzis das Stadtrecht. Bereits Anfang des 13. Jahrhunderts hatte Leipzig eine doppelte Stadtmauer mit Graben und bewehrten Toren und ist nie nennenswert erweitert worden. Als Zugang dienten das Grimmaische Tor im Osten, das Peterstor im Süden, das Ranstädter Tor im Westen und das Hallische Tor im Norden. Am 2.12.1409 erhielt Leipzig seine erste Universität. Leipzig war die zweitgrößte Stadt der DDR.

Heute hat Leipzig rund eine halbe Million Einwohner und damit 100.000 weniger als zu DDR-Zeiten. Leipzig liegt in der Leipziger Tieflandbucht und ist kontinentaleuropäisch beeinflusst. Südlich der Stadt wurde bereits im 17. Jahrhundert Braunkohle abgebaut und heute wird das Gebiet rekultiviert und es entsteht das Leipziger Neuseenland. Leipzig ist bekannt durch die Thomaner, durch Bach, Goethe, Schiller und das Gewandhausorchester. Außerdem durch die berühmte Kaffeekantate und Leipzigs süßen Lerchen, einem wunderbaren Backwerk und natürlich durch seine vielen unterschiedlichen Messen. Die Leipzscher haben ein loses Mundwerk und die Bewohner sind stolz auf ihre Stadt. Dazu gehören der größte und modernste deutsche Kopfbahnhof, viele Flüsse mit Bootsverkehr, der Leipziger Auenwald, die historische Innenstadt, viele Kirchen, das alte und das neue Rathaus. Auch in Leipzig steht der Auerbach Keller, jener Ort an dem sich schon Faust und Mephisto den Gaumenfreuden hingaben. Wer in Leipzig ist sollte auch unbedingt das Völkerschlachtdenkmal besuchen. Auch die Oper, das Reichsgericht, die Alte Waage, viele Parkanlagen, die neue Messe, der ZOO, die deutsche Bücherei, das neu erbaute Stadion und seine Mehrzweckhalle sind allesamt einen Besuch wert. Es ist zu sehen, dass Leipzig sehr viel zu bieten hat und dass ein Besuch in Sachsen sich nicht auf Dresden beschränken muss.